Die Reise

Es begann mit Stress: Dass der Eurocity nach Milano Centrale Verspätung hatte, wussten wir zwar schon. Aber als kurz vor Ankunft die Anzeigetafel auf «Bitte nicht einsteigen» wechselte, waren wird doch leicht irritiert. Kurz darauf kam die Ansage «Eine Gleisänderung: Der EC nach Milano fährt heute auf Gleis 5 statt 3». Toll, wenn man mehr als 100 Kg Gepäck hat...

 

Zum Glück haben uns mein Bruder und seine Frau begleitet. So schafften wir den Gleiswechsel in kurzer Zeit und sassen bald darauf erschöpft im Wagen. Unseren Sitzplatz mussten wir uns zuerst erkämpfen, da selbstverständlich auch die Platzreservation nicht geklappt hat..

 

Mit gut 20 Minuten Verspätung erreichten wir Milano Centrale und schafften, Dank dem Zeitpuffer und trotz dem vielen Gepäck und keinen zur Verfügung stehenden Gepäcktrolleys, den Umstieg in den «Malpensa Express» zum Flughafen. Das Hotel war ja zum Glück direkt im Terminal und nur einen Katzensprung vom Bahnhof Malpensa Aeroporto Terminale 1 entfernt. Jetzt nur noch schlafen!

 

Am darauffolgenden Morgen ging es wesentlich entspannter los. Nach dem Frühstück holte der «Bellboy» unser Gepäck im Zimmer ab und verlud es auf einen Gepäcktrolley des Flughafens, so dass wir entspannt zum Checkin gehen konnten. 89,1 Kg brachten wir auf die Waage - 90 Kg hätten wir haben dürfen. Uff...! Das Handgepäck wurde zum Glück nicht gewogen - es waren total nochmals mindestens 35 Kg...

 

Bei der Passkontrolle hatte es eine Riesenschlange bei den Schaltern der Nicht-EU-Staaten. Als ein Security-Mann meinen Schweizer Pass sah, wies er mich an, den EU-Schalter zu benutzen. Ich machte ihm klar, dass ich das nur zusammen mit Billy tun würde, was für ihn kein Problem war. Für die «stutenbissige» Polizistin am Schalter aber schon: Zuerst wollte sie uns wegweisen, dann fragte sie nach dem Beweiss, dass wir in einer registrierten Partnerschaft leben. Frage an meine heterosexuellen Freundinnen und Freunde: Habt Ihr Eure Heiratsurkunde immer dabei??? Nur weil ich mir fast die Zunge abbiss und vor ihr fast auf die Knie ging, liess sie uns schlussendlich doch noch passieren.

 

Der Flug verlief ruhig und problemlos. Beim Essen war ich etwas neidisch auf Billys Wahl: Sein Essen sah nicht nur toll aus, es schmeckte ihm auch. Mein «Entrecôte» war leider als solches nicht mehr zu erkennen. Es war eher Siedfleisch... Dafür schmeckte der Käse und das Schoggimousse gut :-).

 

Die zwei Nächte in Bangkok vergingen wie im Flug. Ich konnte mich bei der Schweizer Botschaft als Auslandschweizer anmelden (sehr freundliche, Mundart sprechende Mitarbeitende) und meine Unfallversicherung abschliessen. Die Krankenkasse folgt vielleicht später.

 

Am Mittwochnachmittag brachten wir einen Teil des Gepäcks zu «Kerry Express», einer Konkurrenzfirma der leider sehr schlecht funktionierenden thailändischen Post. Es waren total bestimmt mindestens 50 Kg und wir zahlten umgerechnet nur rund CHF 50! Und das tolle dabei: Alles kam unbeschädigt vor uns zu Hause an!

 

Am Donnerstagmorgen brachten wir auch das letzte Stück unserer Reise hinter uns: Mit Air Asia flogen wir nach Nakhon si Thammarat, wo uns unser Freund Lek abholte und sicher nach Hause brachte.