Jahresvisum - Papierkrieg und Frust

In der Schweiz habe ich bei der thailändischen Botschaft in Bern ein Non-Imigrant-Visa O beantragt und auch erhalten - allerdings nur für 3 Monate und dies ab Antrags- nicht ab Ausreisedatum, also gültig ab 17. September bis am 16. Dezember. Man hat mir auf der Botschaft mitgeteilt, dass ich das Jahresvisum dann bei der Immigration in Thailand beantragen muss.
Das habe ich nun heute versucht und war deswegen in Nakhon-Si-Thammarat bei der Immigration. Nebst dem Riesen-Papierkrieg teilte man mir bzw. uns (Billy war ja zum Glück dabei) erstens mit, dass es  jetzt noch zu früh sei, da ja das Visum erst am 17. Dezember ablaufe und zweitens ich 800'000 Baht auf dem Thai-Bankkonto haben müsse - dies bereits seit 3 Monaten.
Bei der Schweizer Botschaft genügte am 17. September das Schreiben meiner Pensionskasse, dass der Betrag am 1. Oktober überwiesen wird. Ein Postfinance-Konto, auf dem genügend Geld war für den oben genannten Mindestbetrag, interessiert die Botschaft nicht.
Ich ging nun davon aus, dass die Erteilung des Jahresvisums nur eine Formsache ist. Doch dem ist nicht so: Das in der Schweiz ausgestellte Visum interessierte den Herrn (ich würde ihn eigentlich lieber Sesselfurzer nennen...) bei der Immigration in Nakhon-Si-Thammarat überhaupt nicht. «Here is Thailand, not Switzerland» waren seine Worte. Komisch, das hatte ich noch gar nicht bemerkt...
Ich kann mit dem Formularkrieg ja leben, aber was mir nun Sorgen bereitet, ist der Umstand, das bei Ablauf des in der Schweiz ausgestellten Visums die 800'000 Baht noch keine 3 Monate auf dem Thai-Bankkonto sein werden. Der Herr bei der Immgration meinte, die Schweizer Botschaft könne ja für mich garantieren... Ich glaube kaum, dass die das tun, habe sie aber trotzdem mal per Mail um Rat gebeten.
Meine Situation habe ich auch bei einer Gruppe auf Facebook («Auswandern als Rentner nach Thailand») gepostet und die unterschiedlichsten Ratschläge erhalten. So hat z.B. jemand geschrieben, dass ich für 1800 Baht das in der Schweiz ausgestellte Visum um einen Monat verlängern könne. Das hat mir der Herr auf der Immigration als Möglichkeit nicht genannt - vielleicht weiss ja die Botschaft mehr.
Die andere Möglichkeit ist wohl, dass ich Mitte Dezember einen Kurztripp ins nahe Ausland unternehme (z.B. nach Kuala Lumpur, wie Billy vorschlug), bei der Rückreise ein Touristenvisum beantrage und erst später dann das 1 Jahr gültige Non-Immigrant-Visa.
Tja, ich habe es mir wohl zu einfach vorgestellt. Der Behördenwahnsinn ist hier in Thailand offensichtlich noch ausgeprägter als in der Schweiz. Und mit einem diskret zugeschobenen «Nötli» ist im Moment auch nichts mehr zu machen - die Schraube wurde unter der Militärregierung deutlich angezogen...