Electric Company Khanom

Der Strom wird vermutlich mit Gas produziert. Billy meinte zwar zuerst mit Diesel, aber in einem Bericht habe ich gelesen, dass in Thailand 57% des Stroms aus Erdgas, 18% aus Kohle und 13% aus regenerativen Energiequellen (= Wasserkraft) gewonnen wird. Zudem wird 12 Prozent des Stroms aus Laos importiert. Die grossen Tanks auf dem Areal lassen also auf Gas schliessen.

 

Das Gelände liegt idyllisch direkt am Meer und an der Einfahrt zum Hafen von Khanom. Gestern Morgen, als ich diese Bilder machte. kamen gerade jede Menge Fischerboote von ihrem mehrtägigen Einsatz zurück. Auf dem vierten Bild nebenan seht ihr so ein Schiff. Im Bauch, der unterhalb der Wassergrenze liegt, hat es Eis, auf dem die Fische transportiert werden. Dass es trotzdem bestialisch stinkt, hängt damit zusammen, dass die Fische, die sich nicht zum Verzehr eignen, nicht gekühlt werden, dadurch verderben und später zu Tierfutter verarbeitet werden. Falls Du als Leser dieser Zeilen eine Katze hast: Vielleicht ist davon in den Sheba-Häppchen :-).

 

Bild 3 zeigt den Blick aufs Meer hinaus und in der Ferne sieht man Koh Samui, das ja an dieser Stelle weniger als 20 Km entfernt ist.

 

Die Electric Company wurde übrigens gegen den Willen und Protest der einheimischen Bevölkerung kürzlich erweitert, damit noch mehr Strom in andere Gebiete des Landes exportiert werden kann. Es wird berichtet, dass es in Khanom besonders viele Krebserkrankungen gibt und viele sind der Meinung, dass die Electric Company schuld daran ist. Gesund wird das, was sie in die Luft blasen, wohl nicht sein und die grossen Stromleitungen sind ja auch bei uns nicht ganz unumstritten...