Gummi

Die Bäume sind alt genug und alles, was es zur Gummi-Gewinnung braucht, haben wir gekauft. Eigentlich könnte es losgehen...

 

Das Problem: Billy hat noch niemanden gefunden, der ihm dabei hilft. Und das Ganze ist nicht ganz so einfach, weil das Stück Land, das Billy gehört, keine richtige Zufahrtstrasse hat. Es muss alles entweder zu Fuss oder mit einem Motocross-Töff hin- und weggeschafft werden...

 

Dass ich nicht dafür geeignet bin, wussten wir schon, als wir noch in der Schweiz waren. Neben dem beschwerlichen Weg ist es auch der Umstand, dass dort so einiges was kreucht und fleucht lebt. Unser ehemaliger Hund Dumbo hatte ja mal ein Techtelmechtel mit einer Cobra...

 

Nun, ich hoffe, dass wir eine Lösung finden und Billy so zu Arbeit und etwas Einkommen kommt.

 

Die Gummigewinnung tönt übrigens ziemlich einfach:In der Nacht oder in den sehr frühen Morgenstunden wird die Rinde des Kautschukbaums angeritzt, der wertvolle Milchsaft tritt aus und fliesst in Rinnsalen in die bereitgestellten Behälter. Dieser Vorgang dauert ca. 3 Stunden und wird ein- bis zweimal wöchentlich wiederholt. Nachdem das Rinnsal versiegt ist, werden die Behälter eingesammelt. Danach gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu verfahren: Die eine Option ist es, den Kautschuk zu einer «Knolle» zu formen und so zu verkaufen. Der etwas aufwendigere - aber dafür auch lukrativere - Weg ist es, die Latexmilch mit einer Chemikalie abzubinden und mithilfe einer Walze flach zu pressen. Die daraus entstehenden Matten werden nun getrocknet und kommen so in den Verkauf.

 

Für Billy wird wohl eher die erste, einfachere, wenn auch weniger lukrative Variante in Frage kommen.