6 Stunden im Spital Sichon

Ich habe nochmals einen Anlauf genommen, um in eine Krankenkasse aufgenommen zu werden. Eine Unfallversicherung habe ich bei der FWD (eine bisher nur in Asien tätige Firma mit Hauptsitz in Hongkong) bereits bei meiner Ankunft letzten Oktober abgeschlossen.

 

Die Krankenkasse ist zwar für thailändische Verhältnisse teuer, aber so wie ich das mittlerweile einschätzen kann, immer noch eine der günstigsten im Vergleich und mit guten Leistungen. Nun, wir werden sehen...

 

Damit die Kasse mich überhaupt aufnimmt, musste ich einen Gesundheitscheck machen. Das Spital in Sichon, dem Nachbarort von Khanom (ca. 25Km von unserem Zuhause entfernt) ist Vertragspartner der FWD.

 

Eigentlich hätte das Spital Sichon für solche Checks extra einen Schalter und einen Raum, aber wie ihr auf Bild 1 seht, war an diesem Tag niemand da... Es dauerte eine ganze Weile, bis man Paraweek sagen konnte, wie das abläuft.

 

Als erstes wurde mir der Blutdruck gemessen. Der obere Wert war mit 140 etwas hoch, aber man meinte das sei völlig normal und in Ordnung. Vielleicht war es ja die Aufregung...

 

Als zweites wurde mir um 9 Uhr endlich Blut abgenommen (ich musste ja nüchtern zur Untersuchung und war schon ziemlich wackelig auf den Beinen) und ich musste in einen Becher pinkeln. Das Resultat der Untersuchung würde um 13 Uhr bereit sein, teilte man uns mit.

 

Nach dem Frühstück musste ich noch ein EKG machen. Das war wahrlich eine lustige Angelegenheit: Die Krankenschwester versuchte krampfhaft die Kontaktpunkte auf meiner haarigen Brust anzubringen - erfolglos. Zuerst rief sie Paraweek und diese rief Billy. Wir mussten dann zuerst in den untengelgenen 7-Eleven und einen Einwegrasierer kaufen... Ich kann nur hoffen, dass ich nie mit einem Herzinfarkt eingeliefert werde - ich wäre tot, bevor Billy mit den Einwegrasierern zurück wäre.

 

Auch nachdem ich rasiert war, klappte es mehr schlecht als recht, aber offenbar reichte das Ergebnis der Krankenschwester. Als letztes wurden dann noch meine Lungen geröngt. Danach war Pause bis die Ergebnisse eintreffen würden. In dieser Zeit musste ich mit Paraweek einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Komischerweise wollten sie nicht wissen, was ich bereits für Operationen hatte. Es wurde lediglich gefragt, ob ich in den letzten 5 Jahren eine Operation hatte. Paraweek meinte, dass das Karpaltunnersyndrom, das ich letzten Sommer operieren liess, ja nicht wirklich ein gesundheitliches Problem sei und wir beantworteten die Frage mit nein. Meine Knieoperation ist ja auch schon bedeutend länger her und zählte darum nicht.

 

Um 13.15 Uhr war es dann soweit: Ein Arzt empfing uns und frage auch noch ein paar Punkte ab. Die Blut- und Urinwerte seien alle in Ordnung, meinte er. Uff!

 

Um 13.30 Uhr konnten wir das Spital verlassen und machten noch einen kurzen Ausflug zum

Hühnertempel Wat Chedi Ai Kai (siehe Bilder 2 und 3).