Jahresvisum - Fortsetzung...

Alle 3 Monate muss ich, trotz Jahresvisum, bei der Immigration in Nakhon Si Thammarat (ca. 80 Km von unserem Zuhause entfernt) vorsprechen und die sogenannte «90-Tage-Meldung» machen. Eigentlich eine Formsache.

 

Da ich Ende Mai und im Dezember Ferien in der Schweiz machen will, fragten wir vorsichtshalber, ob das ein Problem ist. Es stellte sich heraus, dass man mir ein «Single-Entry»-Visum ausgestellt hat. Gefragt hat mich niemand und ich habe auch nirgends einen Hinweis gefunden, dass es «Single-Entry»- und «Multiple-Entry»-Visa gibt. Die Folge: Es musste ein neues Visum gemacht werden. Dazu benötigten sie aus einem unerklärlichen Grund wieder ein Passfoto von mir. Da ich keins mehr hatte, mussten wir eins organisieren. Selbstverständlich war weit und breit keine Möglichkeit zu einem Passfoto zu kommen. Es blieb also nur der Weg in die Stadt.

 

Bus gibt es keinen und ein Sammeltaxi (Songthaew) war keines in Sicht. Dafür erblickten wir zwei Männer mit Motorrädern - «Motobike-Taxi». Selbstverständlich ging ich davon aus, dass Billy auf einem Platz nehmen würde und ich auf dem anderen. Doch weit gefehlt: Weil in diesem Moment eine Thai-Lady aufkreuzte, die es offensichtlich dem einen Fahrer sehr angetan hatte, durften wir zu zweit bzw. mit dem Fahrer zu dritt in die Stadt fahren. Das war mein erstes und einziges Mal, dass ich sowas mitmache! Zurück konnten wir zum Glück einen «normales» Taxi organisieren.

 

In einem Fotostudio konnten wir für 200 Baht (knapp CHF 7) Passfotos machen. Auf der Immigration musste ich dann noch ein Formular ausfüllen, dessen Sinn mir auch schleierhaft ist, da sie ja bereits alles Angaben haben (Billy meinte, wenn es nicht kompliziert ist, ist es nicht Thailand...) und dann benötigte es noch Kopien der relevanten Passseiten, welche ich zum Glück bei mir hatte. Das Ergebnis: Nun habe ich ein «Multiple-Entry»Visum (siehe Bild). Kosten: 3800 Baht (knapp 130 CHF).

 

In der Schweiz war es für Billy nicht halb so kompliziert. Manchmal habe ich das Gefühl, nicht willkommen, sondern nur knapp geduldet zu sein...